| In
meinen Romanen spielen Liebe
und Freundschaft
eine herausragende Rolle. Für mich sind es im Grunde die
wichtigsten
Mittel, das Böse, in welcher Form auch immer, zu besiegen. Dass es in meinen Stories trotzdem haarsträubend schaurig zugeht, hat damit nichts zu tun.Von jeher eifrige Konsumentin von Horror- und Science Fiction-Romanen, begann ich selbst zu schreiben, als ich anfing, mich darüber zu ärgern, dass in vielen einschlägigen Romanen die Hauptfiguren vorwiegend als strahlende Helden auftreten, als wahre Übermenschen sozusagen, als mit allen Wassern gewaschene Strategen der Kriegsführung aller Art - je nach dem, was gerade benötigt wird. Meine Romane leben von Menschen wie du und ich, die unversehens in einen Schlamassel geraten und keineswegs ohne Furcht, sondern im Gegenteil von Rat- und Hilflosigkeit ergriffen sind. Und wenn sie dann doch noch zu Helden werden, dann nur, weil es ihnen gelingt, ihre Angst zu besiegen. Auch bin ich der Meinung, dass in einem Großteil der gängigen Literatur die Minderheiten viel zu kurz kommen oder gar, schlimmer noch, am Ende manchen Werks als die Übeltäter oder Opfer herhalten müssen. Ich dagegen widme meine Bücher genau diesen Mitmenschen, z.B. den Farbigen nicht nur im amerikanischen Spießbürgermilieu ,siehe: Trauermarsch , den italienischen Einwanderern im "Gelobten Land" der Neuzeit und mit ihnen allen ausländischen Mitbürgern TATTOOS oder, wie in meinem Thriller Kreuzzug des Hasses , den Homosexuellen und den Obdachlosen überall auf der Welt, vertreten durch einen kleinen Kreis von ihnen in einer deutschen Großstadt. Nach all dem Gesagten könnte man befürchten, bei meinen Romanen handele es sich um glühende Pamphlete gegen den Kleingeist ewig Gestriger. Das ist nicht der Fall! Ich versuche meinen Abscheu vor der heuchlerischen Rechtschaffenheit und der mangelnden Bereitschaft zum Verständnis von Fremden und Heterogenem auf mitreißende, aber auch ironische und amüsante Weise zum Ausdruck zu bringen.Ein besonderes Beispiel hierfür ist auch meine SF-Fantasy-Saga LOST PLANETS. Ich bemühe mich um Unterhaltung und Spannung, um atmosphärische Dichte sowie um Verständnis für die menschlichen Stärken und Schwächen. Eure Barbara Jung |